Friandises et chien qui tire en laisse : peut-on vraiment les utiliser en entraînement ? - Trufféo

Leckerlis und Ziehen an der Leine: Kann man sie wirklich im Training verwenden?


Ja – und sie sind sogar eines der effektivsten Hilfsmittel, um das lockere Leinegehen zu lernen, vorausgesetzt, man verwendet sie als Belohnung (Verstärkung) und nicht als dauerhaftes „Bestechungsgeld“.

Die Kernidee

  • Lockere Leine = wir gehen vorwärts + ich verdiene (Leckerli / Zugang zu einem Geruch / Lob)
  • Gespannte Leine = wir bleiben stehen (der Fortschritt ist nicht länger „die Belohnung“)

Einfacher Tipp: Wenn dein Hund zieht, denke „Ziehen = nichts geht mehr voran“. Sobald die Leine wieder locker ist: „Ja!“ → Belohnung → wir gehen weiter.

Warum Leckerlis funktionieren können… selbst bei einem „ziehenden“ Hund

Ein Hund zieht oft, weil Ziehen = Vorwärtskommen (Zugang zu einem Geruch, einem anderen Hund, einem interessanten Ort). Das Training besteht darin, die Gleichung zu ändern, indem man das lockere Leinegehen lohnenswerter macht als das Ziehen.

Belohnung, Lockmittel oder „Bestechung“? (der kleine Unterschied, der alles ändert)

1) Das Lockmittel (nur am Anfang)

Du führst den Hund mit einem Leckerli, um ihm zu zeigen, wo er sich platzieren soll (nahe bei dir). Das ist nützlich für den Start, aber wenn man dabei bleibt, trainiert man einen Hund, der an der Hand „klebt“.

2) Die Belohnung (Endziel)

Der Hund geht korrekt → du markierst („Ja!“ oder Clicker) → das Leckerli kommt danach. Das macht das Verhalten stabil und dauerhaft.

Erfolgsstrategie: Lockmittel für 1 bis 3 Sitzungen (sehr kurz), dann schneller Übergang zur Belohnung.

Die einfache (und effektive) Methode: 10 Minuten/Tag

Schritt A — Die richtigen Leckerlis auswählen

  • Sehr klein (Erbsengröße), um oft belohnen zu können, ohne zu überfüttern.
  • Weich und schnell zu schlucken (kein langes Kauen während des Gehens).
  • Sehr motivierend draußen (hoher „Wert“), besonders am Anfang.
  • Wenn du auf Kalorien achtest: Verwende einen Teil der Ration (Trockenfutter) als „Währung“ und bewahre die Premium-Leckerlis für schwierige Situationen auf.

Schritt B — Im Einfachen beginnen

Beginne im Haus / Garten / an einem ruhigen Ort. Wenn du direkt an einem sehr reizintensiven Ort anfängst, ist dein Hund „schon weg“: Er ist nicht mehr bereit zu lernen.

Schritt C — Die entspannte Leine belohnen

  1. Gehe 2–3 Schritte.
  2. Wenn die Leine locker ist: „Ja!“ → Leckerli an deinem Bein (nicht vor die Nase).
  3. Wiederhole dies, sehr kurz, sehr präzise.

Schritt D — Wenn er zieht: sofort anhalten

  1. Sobald die Leine sich spannt: du bleibst stehen.
  2. Du wartest auf das Nachlassen des Zuges (oder eine Rückkehr der Aufmerksamkeit).
  3. „Ja!“ → Belohnung → und erst danach gehst du weiter.

🎯 Ziel: Dein Hund lernt, dass der einzige Weg vorwärts eine lockere Leine ist.

Die 7 Fehler, die glauben lassen, dass „Leckerlis nicht funktionieren“

  1. Belohnen, wenn er zieht (auch nur einmal) → du belohnst das Ziehen.
  2. Das Leckerli vor die Schnauze geben → der Hund zieht zur Hand.
  3. Zu lange Trainingseinheiten → ziehe 3 × 5 Minuten einem 30-minütigen Konflikt vor.
  4. Zu früh zu viele Ablenkungen (Markt, andere Hunde, Menschenmengen…).
  5. Draußen nicht motivierende genug Leckerlis.
  6. Mangelnde Konsistenz: Manchmal hältst du an, manchmal „lässt du ihn ziehen“.
  7. Hund zu aufgeregt/gestresst → reduziere den Schwierigkeitsgrad und arbeite zuerst an der Aufmerksamkeit.

Und wenn mein Hund stark zieht?

1) Materielle Hilfe (ohne Schmerz)

Ein gut sitzendes Y-Geschirr kann den Komfort und die Sicherheit verbessern. Ein vorderer Befestigungspunkt kann helfen, das Ziehen während des Lernprozesses besser zu kontrollieren (ersetzt nicht die Erziehung, aber vermeidet „Leiden“).

2) Die „Lebensbelohnungen“ (ultra-stark)

Beispiel: „Du gehst 5 Schritte mit lockerer Leine → ich erteile dir die Erlaubnis, zu schnüffeln.“ Für viele Hunde ist Schnüffeln genauso viel (oder sogar mehr) wert als ein Leckerli.

3) Bestrafung vermeiden

Zwangsmethoden können das Wohlbefinden und die Beziehung verschlechtern. Auf Klarheit + Konsistenz + Verstärkung zu setzen, führt oft zu besseren Langzeitergebnissen.

In welcher Zeit verbessert es sich?

  • Woche 1: Momente des lockeren Leinegehens treten häufiger auf.
  • 3 bis 6 Wochen: Mit Konsequenz + 10 Minuten/Tag werden deutliche Fortschritte sichtbar.
  • Danach: Du reduzierst schrittweise die Leckerlis (jedes zweite Mal, dann zufällig), behältst aber „Jackpots“ für außergewöhnliche Situationen bei.

FAQ

„Mein Hund nimmt draußen nichts an.“

Er ist zu überreizt. Gehe an einen ruhigeren Ort zurück, steigere den Schwierigkeitsgrad schrittweise und teste motivierendere Leckerlis (hoher Wert).

„Ich habe das Gefühl, ihn zu kaufen.“

Du kaufst nicht: Du lehrst. Am Anfang bezahlst du oft, um das Verhalten zu etablieren, dann reduzierst du es schrittweise, wie bei einem normalen Lernprozess.

„Muss ich bei jedem Schritt ein Leckerli geben?“

Ganz am Anfang, bei sehr kurzen Sequenzen, kann das vorkommen. Sehr schnell erhöhst du die Anzahl der Schritte zwischen jeder Belohnung.

Fazit

✅ Ja, Leckerlis sind ein hervorragendes Hilfsmittel für einen ziehenden Hund – wenn du zum richtigen Zeitpunkt belohnst: bei lockerer Leine, niemals beim Ziehen. Kombiniere „Stopp bei Spannung“ + schrittweise Steigerung des Schwierigkeitsgrades + gut platzierte Belohnungen, und du wirst den Spaziergang verändern.

Nützliche Quellen (Lektüre): RSPCA Knowledgebase, AKC – Lure/Reward Training.

 

 

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